Schlagzeug, manchmal Gesang
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Selbst wenn man sich dem Studium der historischen japanischen Sprache widmete und Einsicht in die zahllosen Epochenbezeichnungen der japanischen Geschichte hätte, vermochte man es wohl kaum, ein Datum zu ermitteln, welches in Übereinstimmung mit der Geburt des Trommlers der Gruppe zu bringen wäre. Nobusama lies verlauten, ein Erdbeben hätte seine Geburtsrolle vor seinen Augen verschluckt.

Sicher ist indes, das Graf Lindorf ihn davon abbrachte, als wenig erfolgreicher herrenloser Samurai eines sonnigen Kirschblütentages Seppuku [im Volks- munde: "Harakiri" Anm. d. Red.] zu begehen. So stahl er sich also an Bord einer holländischen Handelsdschunke, gelangte in europäische Lande und vermochte, sich alsbald mit den anderen Herren bekannt zu machen. Die Tatsache, daß eine gewisse Zeit bis zum ersten Konzert der Gruppe verging, ist - glaubt man den Angaben seiner Gefährten - darauf zurückzuführen, daß Nobusama Jahre brauchte bis er mit den damals gestrengen Gepflogenheiten der Zeit zurecht kam. Als er beispielsweise der Gewohnheit huldigte, seine Suppe einhergehend mit lautem Schlürfen zu verzehren, konnte nur mittels der Umsicht und List des gescheiten Sissy Voss ein Tod bringendes Duell mit einem aufgebrachten Restaurantgast verhindert werden.

Seine Fähigkeiten beim Bedienen des Schlagwerks erwarb Nobusama zur Zeit des feudalen Japans bei einer traditionsreichen Familie von Taikôtrommlern. Der Klang seiner Trommel erweckte die Truppen und schüchterte den Feind auf dem Schlachtfeld ein, so heißt es.

"Du Trommel, läufst schneller als der Mensch und erreichst auch Fernen, wohin die Stimme nicht gelangt. Du kannst Freude und Trauer bringen. Dort, wo du erklingst, erblüht die Zivilisation - durch dich zum Tanzen gebracht - geht sie zugrunde."
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