Kontrabaß
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Herr Sissy Voss ist, glaubt man den Angaben seiner Gefährten, angeblich das jüngste Mitglied unter den betagten Musikern. Während die Frage nach Geburtsjahr oder gar -tag bei allen Coppelianern (so auch bei dem Kontrabassisten) lediglich mit einem leisen Lächeln beantwortet wurde, konnte ich zumindest diesen Hinweis entlocken.

Bei COPPELIUS äußert man sich auf Sissy Voss angesprochen stets mit dankbaren Worten. Ihm es anheim gewesen, anfängliche Meinungs- verschiedenheiten darüber, ob man es wagen sollte, beim ersten Konzert (1803) mit oder ohne Kopfbedeckung aufzutreten, galant zu entschärfen: "Nicht ohne unsere Hüte, meine Herren, man wird uns stets daran erkennen! Indes lassen Sie uns doch diese lästigen Perücken zum Teufel jagen." Des weiteren habe er verhindert, das kurz nach Nobusamas Ankunft in Europa dieser einem Duell zum Opfer fiel, da er den Herausforderer seinerseits zu einem zuvor stattfindenden Duell herausforderte. Der fremde Unruhestifter wurde übrigens dabei mit einem seiner Übungsinstrumente erschlagen.

Herr Sissy Voss, welcher sich neben den coppelianischen Sauerstoffkuren auch mittels besonders langer Ruhezeiten zu pflegen beliebt, ist tagein tagaus genötigt, die Finger seiner rechten Hand durch gezieltes Training belastbarer zu machen, da er einige Zwangspausen von COPPELIUS durch bis auf die Knochen wund gespielte Zupffinger nicht länger verantworten wollte. Um darüber hinaus den in einer Speziallegierung gefertigten Metallsaiten seines Instrumentes gewachsen zu sein, verdingte er sich während der Errichtung des Eiffelturms einige Zeit als Drahtspanner und Metallbauer. Ein weiteres Aufsehen erregendes Konzert von COPPELIUS konnte auf diese Weise für die Pariser Weltausstellung in die Wege geleitet werden.
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